
Der Survival-Action-Titel Dying Light: The Beast hat einen neuen Trailer erhalten, der nichts für Zartbesaitete ist. In dem bluttriefenden Teaser demonstriert Entwickler Techland spektakuläre und ultrabrutale Wege, Zombies ins Jenseits zu befördern – in einer Intensität, die an die berüchtigten Fatality-Moves aus Mortal Kombat erinnert. Der Trailer kommt kurz nachdem das Spiel um einige Wochen verschoben wurde, und soll Fans die Wartezeit bis zum Release im September versüßen – vorausgesetzt, sie haben einen starken Magen.
Ultrabrutaler Trailer mit Mortal-Kombat-Vibes
Der neue Trailer zu Dying Light: The Beast ist im Grunde eine Montage grausiger “Highlight-Kills”. In schneller Folge zeigt er diverse Methoden, mit denen Protagonist Kyle Crane die Infizierten buchstäblich auseinander nimmt. Schädel werden zerschmettert, Gliedmaßen fliegen durch die Luft, Fleisch löst sich von Knochen und brennende Zombies taumeln umher. Diese kompromisslose Gewaltdarstellung ist bewusst überzogen: „Wir haben den Body-Horror dramatisch erhöht, um das Gefühl eines Kampfes ums nackte Überleben und Kyles Hunger nach Rache zu vermitteln“, erklärte Tymon Smektała, Franchise Director der Dying Light-Reihe, in einer Pressemitteilung. „Es ist eine Sache, einfach nur eine schrumpfende Gesundheitsleiste zu sehen – aber etwas völlig anderes, wenn sich Fleisch von Knochen abzieht oder ein verbranntes Gesicht nur Zentimeter vor dir auftaucht. So entstehen Albträume!“
Wer bei dieser blutigen Effektschlacht schwache Nerven hat, sollte also lieber wegschauen. Techland unterstreicht, dass die „urwüchsige Brutalität“ von The Beast nicht zum Selbstzweck inszeniert wird, sondern den Gemütszustand des Helden widerspiegelt. Nach über zehn Jahren Gefangenschaft und menschenverachtenden Experimenten hat Kyle Crane verständlicherweise „einiges an aufgestauter Wut“, die sich nun in brachialer Gewalt entlädt. Dank neuer, von seinem Trauma genährter Kräfte kann er Gegner im wahrsten Sinne des Wortes in Stücke reißen – Carnage als Katharsis.
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Kyle Crane auf blutigem Rachefeldzug
Storytechnisch knüpft Dying Light: The Beast an den ersten Serienteil an und bringt Fanliebling Kyle Crane als spielbaren Helden zurück. Jahre nach den Ereignissen von Harran wurde Crane von einem skrupellosen Wissenschaftler – bekannt als „der Baron“ – festgehalten und über ein Jahrzehnt lang als Versuchskaninchen missbraucht. Nun ist ihm die Flucht gelungen. Getrieben von Rachedurst spürt Crane seinen Peiniger bis in die einst idyllische Touristenregion Castor Woods auf, die mittlerweile von Zombie-Horden überrannt ist. Die jahrelangen Qualen haben beim Protagonisten allerdings Spuren hinterlassen: Durch die Gen-Experimente des Barons hat Crane übermenschliche, beinahe bestialische Fähigkeiten entwickelt. Diese neuen Kräfte – in Kombination mit seinem bekannten Parkour-Talent und improvisierten Waffen – machen ihn zu einem furchteinflößenden Gegner für die Infizierten. Gleichzeitig muss Crane jedoch aufpassen, dass ihn seine Wut nicht vollständig überwältigt, damit er nicht selbst zum Monster wird, das er jagt.
Echtes Kunstblut für authentische Splatter-Effekte
Interessant ist, wie viel Aufwand das Entwicklerteam in die Darstellung der Gewalt gesteckt hat. Um wirklich überzeugende Blutspritzer und Wunden darzustellen, ging Techland ungewöhnliche Wege – inklusive Kunstblut-Experimenten im echten Leben. Statt lediglich auf generische Bluteffekte aus dem Computer zu vertrauen, kaufte das Art-Team literweise Filmblut und präparierte verschiedene Untergründe in einer Garage. Ein engagierter Schauspieler warf sich wieder und wieder mit voller Wucht in Blutlachen, rutschte darüber aus und ließ das Kunstblut in hohem Bogen spritzen. All das wurde per Kamera festgehalten. Mithilfe von Fotogrammetrie und Spezial-Shadern fanden diese realen Splatter-Spuren anschließend den Weg ins Spiel.
Der Aufwand lohnte sich: Die Blutlachen in The Beast wirken nun organisch und “echt” – sie breiten sich je nach Viskosität und Untergrund unterschiedlich aus, reagieren dynamisch auf Licht und Spielergeschehen und erzählen gewissermaßen ihre eigene Geschichte. Blut ist hier nicht bloß Dekoration, sondern soll dem Spieler subtil Hinweise auf vorangegangene Kämpfe, panische Fluchten oder brutale Auseinandersetzungen liefern. Die Macher betonen, dass diese Detailverliebtheit nicht nur Selbstzweck ist: Sie soll dazu beitragen, die Spielwelt glaubwürdiger und eindringlicher zu machen – selbst wenn der Produktionsprozess mit literweise Kunstblut etwas makaber anmutet. (Lead Character Artist Dominik Wasieńko scherzte in diesem Zusammenhang augenzwinkernd, er hoffe nur, dass niemals jemand seinen Browser-Verlauf durchsucht.)
Castor Woods: Neue Open World mit Horror-Faktor
Als Schauplatz dient in Dying Light: The Beast das weitläufige Tal von Castor Woods, ein ehemals belebtes Feriengebiet, das nun in postapokalyptischer Wildnis versinkt. Dichte Wälder, nebelverhangene Sümpfe und verfallene Siedlungen prägen die Atmosphäre – ein deutlicher Tapetenwechsel im Vergleich zur Großstadt des Vorgängers. Die Entwickler versprechen eine hochdetaillierte Open World voller abwechslungsreicher Biome und kleiner Geschichten am Wegesrand. Dynamische Wettereffekte sowie ein noch unbarmherzigerer Tag-Nacht-Zyklus sollen für dichte Horror-Stimmung sorgen. Bei Einbruch der Dunkelheit wird Castor Woods zur tödlichen Falle, in der selbst geübte Spieler schnell von hungrigen Kreaturen umzingelt werden. Zudem experimentiert der Baron in seinem Labor an neuen Zombie-Typen: Im Trailer sind bereits mutierte Infizierte zu sehen, die als seine “Soldaten” dienen – womöglich eine gefährliche neue Bedrohung, die selbst hartgesottene Dying-Light-Veteranen überraschen dürfte.
Gameplay: Parkour, Waffen und Koop-Action
- Parkour und Bewegung: Das bewährte First-Person-Parkour-System kehrt zurück und wurde um neue Moves erweitert – zugleich ist es diesmal etwas geerdeter. Crane kann nicht ganz so akrobatisch wie der Nachfolgerheld Aiden Caldwell aus Dying Light 2 agieren, was laut Entwicklern besser zu seiner Geschichte passt. Dennoch gilt: Die offene Spielwelt wird wieder zum Parcours-Spielplatz, in dem Dächer, Fassaden und Wälder kreativ erklommen und überquert werden können.
- Fahrzeuge: Zum ersten Mal seit dem DLC The Following (2016) dürfen Spieler wieder ans Steuer. In The Beast steht ein robuster Pickup-Truck als Fortbewegungsmittel bereit. Damit lassen sich nicht nur große Distanzen schneller überbrücken – es macht auch ordentlich Spaß (und Zombie-Breit), mit voller Fahrt durch Gruppen von Infizierten zu preschen. Techlands Erfahrung aus früheren Racing-Spielen zahlt sich hier aus: Das Fahrgefühl im Spiel soll laut ersten Eindrücken überraschend gut und dynamisch sein.
- Waffenarsenal: Neben improvisierten Nahkampfwaffen und Cranes neu entdeckten Kräften hält das Spiel auch wieder Schusswaffen bereit. Da der Held im Verlauf auf schwer bewaffnete Söldnertruppen trifft, können Spieler ihnen Waffen abnehmen. Vom Sturmgewehr über die Schrotflinte bis hin zum brandneuen Flammenwerfer – The Beast erweitert das Arsenal und gibt den Spielern mehr Möglichkeiten, mit den Gegnern ins Gericht zu gehen. Munition bleibt allerdings wie gewohnt knapp, um die Survival-Spannung zu erhalten.
- Koop-Modus: Wie schon die Vorgänger unterstützt Dying Light: The Beast voll kooperatives Gameplay. Bis zu vier Spieler können sich gemeinsam ins Abenteuer stürzen, Missionen absolvieren und um ihr Überleben kämpfen. Ein wichtiges Detail: Der Fortschritt zählt für alle Mitspieler gleichermaßen, sodass niemand im Koop auf der Strecke bleibt. Zusammen durch die Zombie-Apokalypse zu parkouren und um sich zu schlagen, dürfte einmal mehr für chaotischen Spielspaß sorgen.
Release im September – kurzer Aufschub für Feinschliff
Ursprünglich sollte Dying Light: The Beast bereits am 22. August 2025 erscheinen – genau ein Jahr nach seiner Ankündigung auf der Gamescom 2024. Ende Juli gab Techland jedoch eine kleine Verschiebung bekannt: Der neue Release-Termin ist der 19. September 2025. Die Zusatzzeit von knapp vier Wochen wolle man nutzen, um letzte Details zu polieren. Insbesondere am Interface, am Gameplay-Balancing und an den Spieler-Animationen werde noch gefeilt, damit das Spiel zum Start den bestmöglichen Eindruck hinterlässt. „Es war immer unser Ziel, The Beast zum besten Dying Light-Spiel überhaupt zu machen“, erklärte das Studio und bittet die Fans um Verständnis für die Wartezeit. Erfahrungsgemäß sei der erste Eindruck enorm wichtig – mit dem kurzen Aufschub könne man aus einem „guten“ Spiel ein „großartiges“ machen. Für die Community heißt es also, ein paar Wochen länger durchzuhalten, bevor sie endlich ihre innere Bestie entfesseln darf. Dying Light: The Beast erscheint dann für PC, PlayStation 5 (inklusive voraussichtlicher Unterstützung der neuen PS5 Pro) sowie Xbox Series X|S.
Fazit
Der neue Trailer hat eindrucksvoll gezeigt, dass Techland bei Dying Light: The Beast in puncto Gewaltgrad und Atmosphäre noch eine Schippe drauflegt. Die Mischung aus altbewährtem Parkour-Gameplay, umfangreichem Arsenal und neuer Bestien-Power des Protagonisten verspricht rasante Action – untermalt von einer für die Serie beispiellos brutalen Präsentation. Ob diese kompromisslose Härte am Ende bei allen Spielern gut ankommt oder manchen zu weit geht, wird sich zeigen. Fest steht aber: Fans von Zombie-Action und Horror dürfen sich auf ein intensives, blutiges Abenteuer freuen, wenn Dying Light: The Beast im September an den Start geht.
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Quellen:
- GameSpot – Dying Light: The Beast Goes Full Mortal Kombat In New Trailer (05.08.2025)
- GameSpot – Dying Light: The Beast Delayed To September (25.07.2025)
- PlayFront – Dying Light: The Beast – Brutaler Release im ersten Gameplay-Trailer enthüllt (07.06.2025)
- PlayFront – Blut, das zählt – Wie Dying Light: The Beast mit echtem Dreck spielt (05.08.2025)
- GameSpot – Vorschau: Dying Light: The Beast bringt neue Spielsachen und alte Stärken (09.06.2025)