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Modder rüstet Steam Deck OLED auf 32 GB RAM

11.08.2025, 12:37 Uhr 7 minutes read
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Die Modding-Community hat einen neuen Meilenstein erreicht: Erstmals wurde ein Steam Deck OLED erfolgreich mit 32 GB Arbeitsspeicher ausgestattet. Bisher ist Valves Handheld-Konsole nur mit fest verlöteten 16 GB RAM erhältlich, doch ein findiger Modder hat diese Grenze nun durchbrochen. Dies stellt das erste dokumentierte Upgrade dieser Art dar und stößt bei Hardcore-Gamern und Technik-Enthusiasten auf großes Interesse. Seit der Veröffentlichung des Steam Deck fragen Nutzer immer wieder nach mehr RAM – nun zeigt sich, dass es tatsächlich machbar ist, wenn auch mit erheblichem Aufwand.

Inhaltsverzeichnis

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  • Erstes Steam Deck mit verdoppeltem Arbeitsspeicher
  • Aufwändiger Umbau in Eigenregie
  • Kostenpunkt und Service-Angebot
  • Mehr RAM – was bringt es dem Steam Deck?
  • Fazit: Beeindruckender Mod mit Signalwirkung
  • Quellen

Erstes Steam Deck mit verdoppeltem Arbeitsspeicher

Hinter dem RAM-Upgrade steckt ein US-amerikanischer Techniker namens Isaac, Betreiber des YouTube-Kanals und Reparaturservices SlickBuys Mods and Repairs. Er hat kürzlich demonstriert, wie er die Steam Deck OLED-Variante mit zusätzlichem Speicher bestückt und damit die verbaute RAM-Kapazität von 16 GB auf 32 GB verdoppelt hat. Laut Isaac war dies eine der meistgewünschten Modifikationen – seit zwei Jahren erhielt er nahezu täglich Anfragen für ein Steam-Deck-RAM-Upgrade. Bereits 2023 hatte er einen ähnlichen Eingriff am Asus ROG Ally vorgenommen, doch beim Steam Deck galt eine Erweiterung lange als unmöglich, da der Arbeitsspeicher fest auf der Platine verlötet ist. Nun konnten jedoch passende High-Density-RAM-Chips beschafft werden, wodurch das Upgrade Realität wurde. Der erfolgreiche Umbau markiert das erste bekannte Beispiel dafür, dass sich der Speicher des Steam Deck tatsächlich erhöhen lässt.

Aufwändiger Umbau in Eigenregie

Der Weg zum 32-GB-Deck ist allerdings alles andere als trivial. Isaac gewährt in seinem Video Einblick in den komplexen Modding-Prozess: Zunächst wird das Gerät vollständig zerlegt und das Mainboard entnommen. Dann müssen die alten RAM-Bausteine sorgfältig ausgelötet werden. Dazu wird das Mainboard auf etwa 130–150 °C vorgeheizt und mit Heißluft (rund 350 °C) bearbeitet, um die Lötstellen der ursprünglichen Speicherchips zu lösen. Im Steam Deck OLED sitzen ab Werk zwei 8-GB-LPDDR5-Module, die auf diese Weise entfernt werden. Anschließend werden an ihrer Stelle zwei neue 16-GB-Chips aufgelötet, wodurch die Gesamtkapazität auf 32 GB steigt. Doch damit ist es nicht getan: Um den Austausch abzusichern, muss außerdem der BIOS-Chip des Steam Decks ausgebaut und mit einem Programmiergerät ausgelesen und neu beschrieben werden. Dieser Schritt ist nötig, damit die Firmware die neuen RAM-Bausteine erkennt und akzeptiert. Nach der Reprogrammierung wird der BIOS-Chip wieder aufgelötet.

Erst wenn all diese Schritte abgeschlossen sind, kann das Deck wieder zusammengebaut und eingeschaltet werden – idealerweise zunächst mit angeschlossenem Ladegerät, da der erste Boot-Vorgang länger dauert. Das System “trainiert” beim Erststart den neuen Speicher, was im Video etwa eine gute Minute in Anspruch nimmt. Klappt alles, zeigt das Steam Deck OLED im Systemmenü nun tatsächlich 32 GB RAM an. Insgesamt erfordert dieser Mod fundierte Kenntnisse in Elektronik und Löttechnik, spezialisierte Ausrüstung sowie eine ruhige Hand. Für Laien ist das Verfahren keinesfalls zu empfehlen; ein kleiner Fehler kann die Hauptplatine zerstören und das Gerät unbrauchbar machen. Außerdem erlischt durch einen solchen Eingriff natürlich die Herstellergarantie. Valve selbst unterstützt ein derartiges Upgrade nicht – im Gegenteil, offizielle Firmware-Updates könnten die Modifikation sogar rückgängig machen. Daher rät der Modder dazu, künftige BIOS-Updates zu blockieren, um die Einstellungen für den erweiterten RAM nicht zu verlieren.

Kostenpunkt und Service-Angebot

Neben den technischen Hürden spielt auch der finanzielle Aspekt eine Rolle. Allein die benötigten hochdichten 32-GB-Speicherchips schlagen mit rund 110 US-Dollar zu Buche. Hinzu kommen Arbeitsaufwand und Know-how. Isaac bietet den Umbau als kostenpflichtigen Service an: Interessenten können sich über seine Webseite oder den YouTube-Kanal mit ihm in Verbindung setzen, um ein Angebot einzuholen. Wie viel er für den Eingriff berechnen soll, ließ der Modder zunächst offen und holte Feedback von der Community ein. Schätzungen zufolge dürfte sich der Gesamtpreis für das Upgrade um die 200 US-Dollar bewegen, je nach Arbeitszeit und Schwierigkeitsgrad. Das ist zwar kein Schnäppchen, aber für Enthusiasten, die die maximale RAM-Ausstattung wünschen, immer noch günstiger als die Anschaffung eines völlig neuen Handhelds.

Tatsächlich kosten vergleichbare Gaming-Handhelds mit größerem Speicher deutlich mehr: Zum Beispiel bietet die Konkurrenz wie der Asus ROG Ally in der X-Version 24 GB RAM ab Werk, allerdings zu einem Preis von etwa 800 US-Dollar, und exotische Geräte mit 32 GB können weit über 1.000 US-Dollar kosten. Das Steam Deck via Modding aufzurüsten könnte also für manche Power-User eine interessante Alternative sein – vorausgesetzt, sie sind bereit, ihr Gerät in professionelle Hände zu geben (oder das Risiko eines Eigenversuchs einzugehen).

Mehr RAM – was bringt es dem Steam Deck?

Die Verdoppelung des Arbeitsspeichers weckt natürlich die Frage, welche Vorteile dies im Alltag und beim Gaming bringt. Schon die Standard-16-GB gelten für viele Spiele als ausreichend, doch man darf nicht vergessen, dass im Steam Deck CPU und GPU sich diesen Speicher teilen. Gerade bei anspruchsvollen Titeln oder vielen Hintergrundanwendungen kann das Limit von 16 GB zum Flaschenhals werden – zusätzlicher RAM schafft hier mehr Luft. Mit 32 GB stehen dem integrierten Grafikchip deutlich mehr Reserven für Texturen und Grafikeffekte zur Verfügung, ohne den Speicher für das laufende Spiel oder das Betriebssystem zu knapp werden zu lassen. Das dürfte in speicherhungrigen Spielen oder bei Nutzung umfangreicher Mods Performance-Einbrüche reduzieren.

Darüber hinaus profitiert der Desktop-Modus des Steam Deck von mehr RAM. Wer das Gerät wie einen Mini-PC einsetzt – sei es zum Surfen, für Media-Streaming, zum Arbeiten oder für Emulatoren – kann mit 32 GB deutlich besser multitasken. Mehrere Anwendungen gleichzeitig laufen zu lassen oder aufwändige Emulationssoftware auszuführen wird durch den verdoppelten Speicher deutlich komfortabler. Auch zukünftige Spiele, die höhere RAM-Anforderungen stellen, könnten auf dem aufgerüsteten Deck flüssiger laufen. Kurz gesagt: Das Upgrade entfesselt ein Stück weit das verborgenes Potenzial der Hardware und macht das Steam Deck zukunftssicherer für kommende Entwicklungen.

Allerdings sollte man die Erwartungen realistisch halten – mehr RAM macht das Steam Deck zwar in bestimmten Szenarien leistungsfähiger, zaubert aber keine grundlegend neue Hardware herbei. Die Prozessor- und Grafikleistung bleibt unverändert, weshalb die Vorteile hauptsächlich in Situationen zum Tragen kommen, in denen bisher der begrenzte Speicher der limitierende Faktor war. In direkten Vergleichstests mit anderen Handhelds könnte ein 32-GB-Deck bei speicherintensiven Aufgaben besser abschneiden, während bei reiner Rechenleistung weiterhin Geräte mit stärkeren Chips (wie etwa ein ROG Ally mit schnellerem Prozessor) im Vorteil bleiben. Dennoch: jegliche Bottlenecks durch zu wenig RAM dürften durch dieses Modding-Projekt weitgehend beseitigt werden.

Fazit: Beeindruckender Mod mit Signalwirkung

Die erfolgreiche Aufrüstung des Steam Deck OLED auf 32 GB RAM ist ein beachtliches technisches Kunststück und demonstriert die Leidenschaft der Modding-Community. Wo der Hersteller Grenzen zieht, finden findige Tüftler oft einen Weg, noch mehr aus der Hardware herauszukitzeln. Für Durchschnittsnutzer ist dieser Eingriff zwar nicht empfehlenswert – zu hoch sind Risiko, Kosten und Aufwand. Doch für erfahrene Bastler und enthusiastische Steam-Deck-Fans eröffnet sich hier eine spannende Möglichkeit, ihr Gerät an die Spitze der Leistungsfähigkeit zu katapultieren. Das Projekt zeigt auch Valve, dass durchaus ein Bedarf an größeren RAM-Konfigurationen besteht. Vielleicht beeinflusst dies künftige Generationen des Steam Deck oder offizielle Upgrade-Optionen.

Vorerst bleibt das 32-GB-Deck aber ein exklusives Experiment für Technikprofis. Wer sich dafür entscheidet, kann entweder selbst zum Lötkolben greifen (auf eigene Gefahr) oder den Service von Spezialisten wie SlickBuys Mods and Repairs in Anspruch nehmen. In jedem Fall schreibt dieser Mod ein Stück Hardware-Geschichte für das Steam Deck: Die 16-GB-Grenze ist geknackt – und die Community darf gespannt sein, welche kreativen Verbesserungen als Nächstes kommen.

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Quellen

  • Tech4Gamers – A Modder Has Upgraded a Steam Deck OLED With 32GB of RAM (9. August 2025)
  • Notebookcheck – Modder upgrades Steam Deck OLED to 32 GB RAM (8. August 2025)
  • GamesRadar – Steam Deck OLED 32GB RAM upgrade finally possible after two years (8. August 2025)
  • PCGamesN – Steam Deck mod upgrades the RAM to 32GB (8. August 2025)
  • eTeknix – Modders Push Steam Deck OLED to 32GB RAM (9. August 2025)
  • HotHardware – Steam Deck OLED memory mod doubles RAM to 32GB (9. August 2025)

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Sebastian Schiebort

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