Überspringen Sie zu Inhalten
Thor News

Thor News

The Hub Of Relevance for Tech & Gaming

Primäres Menü
  • Tech
    • Enterprise-Tech
    • Markt/Politik
  • Gaming
    • Hardware
      • Nintendo
      • PlayStation 5
      • PlayStation 6
      • Handheld
    • Spiele
  • Hardware
    • Notebook
    • CPU
    • GPU
    • Festplatten
    • NVMe
  • Künstliche Intelligenz
  • Gadgets & Devices
    • Apple
    • Android
  • Wissenschaft
    • Astronomie
  • Developers
  • Entertainment
Hell/dunkler Knopf
  • Heim
  • Künstliche Intelligenz
  • China baut Unterwasser-Rechenzentren mit Kühlung und Windenergie
  • Künstliche Intelligenz
  • Tech
  • Wissenschaft

China baut Unterwasser-Rechenzentren mit Kühlung und Windenergie

05.08.2025, 09:46 Uhr 5 minutes read
china_ai_center_underwater

China treibt den Ausbau seiner Rechenzentrumsinfrastruktur in immer neue Gewässer voran, um den rasant wachsenden Bedarf an Künstlicher Intelligenz zu decken. Ein neues Unterwasser-Rechenzentrum wird sechs Seemeilen vor Shanghai gebaut und soll im September in Betrieb gehen. Dort kühlen natürliche Meeresströmungen die Server, während rund 97 % der benötigten Energie aus Windkraft stammen. Diese Kombination aus Seewasser-Kühlung und Windenergie könnte den Wasser- und Energiebedarf moderner KI-Rechenzentren drastisch verringern.

Unterwasser-Rechenzentren sind Teil einer Strategie, um zwei zentrale Probleme zu lösen: den hohen Wasser- und Stromverbrauch traditioneller Einrichtungen. Die meisten Rechenzentren verbrauchen riesige Mengen Wasser – oft hunderte tausend Liter pro Tag – nur für die Kühlung, und rund 40 % der Elektrizität fließt allein in die Klimatisierung. Laut Scientific American kann das Untertauchen in den Ozean den Wasser- und Energiebedarf moderner KI-Zentren drastisch verringern.

Das neue Unterwasser-Rechenzentrum von Shanghai Hailanyun (HiCloud) nutzt natürliche Meerwasserkühlung und Windenergie, um den Energiebedarf zu senken. Es wird erwartet, dass es so bis zu 30 % weniger Strom verbraucht als vergleichbare landgestützte Rechenzentren.

China Data center 1

Inhaltsverzeichnis

Toggle
  • Details zum Shanghai-Projekt
  • Leistungsdaten und Effizienz
  • Internationale Perspektive
  • Asiatische Konkurrenz: Südkorea und Japan
  • Quellen

Details zum Shanghai-Projekt

Der Energieversorger Shanghai Hailanyun (HiCloud) baut das Projekt für rund 223 Millionen US-Dollar. Die erste Ausbaustufe des Unterwasser-Rechenzentrums umfasst 198 Serverschränke, die Platz für 396 bis 792 Hochleistungsserver bieten. Der Bau begann im Juni 2025, der Betrieb soll im September desselben Jahres anlaufen. Nach Angaben von Hailanyun-Sprecher Li Langping liefert die Anlage genug Rechenleistung, um das Training eines großen Sprachmodells wie GPT-3.5 in nur einem Tag zu erledigen. Zum Vergleich: Ein herkömmliches, an Land errichtetes Rechenzentrum würde für dieselbe Aufgabe deutlich länger benötigen.

Ein klarer Vorteil des Unterwasser-Konzepts ist die effiziente Kühlung: Rohrsysteme pumpen kühles Meerwasser durch Radiatoren an den Serverracks, wodurch die Abwärme direkt in den Ozean abgeführt wird. In der sauerstoffarmen Umgebung wird Korrosion reduziert. Microsoft hatte in seinem Natick-Experiment festgestellt, dass unter Wasser weniger Server ausfallen, weil die Container dicht verschlossen sind und mit Stickstoff geflutet werden.

Leistungsdaten und Effizienz

Das Unterwasser-Datenzentrum bei Shanghai wird zu 97 % durch einen angrenzenden Offshore-Windpark mit erneuerbarer Energie versorgt. Nach Angaben von Hailanyun spart die Kombination aus Seewasserkühlung und Windenergie erhebliche Ressourcen ein. Zusammen mit der natürlichen Kühlung sinkt der Gesamtenergiebedarf deutlich, zudem entfällt der massive Frischwasserverbrauch, der an Land oft zu Konflikten mit Landwirtschaft und Gemeinden führt.

  • Investitionsvolumen: etwa 223 Millionen US-Dollar
  • Serverausbau Phase 1: 198 Racks (396–792 Server)
  • Rechenleistung: Äquivalent zum Training eines GPT-3.5-Modells in ca. einem Tag
  • Effizienzvorteil: ca. 30 % geringerer Stromverbrauch dank natürlicher Kühlung
  • Energiequelle: 97 % erneuerbare Energie (Offshore-Wind)

Internationale Perspektive

In der Vergangenheit experimentierte bereits Microsoft mit Unterwasser-Rechenzentren: Im Projekt Natick versenkte das Unternehmen 2018 einen Container mit 864 Servern (ca. 48 Racks) rund 36 Meter vor der Küste Schottlands. Nach zwei Jahren hob Microsoft das Modul wieder und stellte fest, dass die Technik zuverlässig funktionierte und erhebliche Energiereduzierungen ermöglichte. Seither wurde das Programm jedoch zurückgestellt, und Microsoft konzentriert sich auf andere Nachhaltigkeitsprojekte.

China hofft, mit dem Projekt einen technologischen Vorsprung zu erringen. Hailanyun sieht das Unterwasser-Rechenzentrum als Blaupause für künftige Großanlagen, die mit staatlicher Unterstützung in Serie gehen könnten. Forscher warnen jedoch vor Risiken: Studien zeigen, dass das erwärmte Abwasser den Sauerstoffgehalt in der Umgebung senken und Meereslebewesen schaden könnte, insbesondere bei Hitzewellen. Eine Untersuchung weist ferner nach, dass bestimmte akustische Attacken Unterwasser-Server stören können, was neue Sicherheitsbedenken weckt. Hailanyun entgegnet, dass Tests an einem früheren Pilotprojekt in Südchina nur minimale Temperaturerhöhungen gezeigt hätten und keine nennenswerten ökologischen Schäden auftraten. Trotzdem bleiben Wartung und Reparatur unter Wasser grundsätzlich aufwändiger als an Land.

Asiatische Konkurrenz: Südkorea und Japan

Andere Länder im asiatisch-pazifischen Raum beobachten die Entwicklungen genau. In Südkorea hat das Korea Institute of Ocean Science and Technology (KIOST) 2024 ein Abkommen über die Erforschung eines Unterwasser-Rechenzentrums in Ulsan geschlossen, das bis zu 100.000 GPUs aufnehmen könnte. Zusammen mit Partnern wie GS Engineering & Construction und POSCO werden Technologien für ein „umweltfreundliches“ Tiefsee-Rechenzentrum entwickelt. Erste Testmodule sollen in rund 30 Metern Tiefe vor Sinri Port installiert werden, mit Modulen für Datenbetrieb und Technik-Teams. Auch Unternehmen wie Subsea Cloud melden den Einsatz tausender Server in Unterwassermodulen in Asien.

In Japan arbeitet ein Konsortium unter Führung von Firmen wie NYK Line und NTT Facilities an einem schwimmenden Datenzentrum vor Yokohama. Die 25 x 80 Meter große Plattform, geplant ab Herbst 2025, soll vollständig mit erneuerbarer Energie (Solar, Wind, Batterie) betrieben werden und am Osanbashi-Pier verankert werden. Auch Singapur und andere Regionen prüfen ähnliche Offshore-Konzepte, um dem Datenwachstum mit grüner Infrastruktur zu begegnen.

Ob diese innovativen Unterwasser-Lösungen wirklich über die Versuchsphase hinaus Bestand haben, hängt laut Experten von zahlreichen Faktoren ab: Regulierung, Umweltschutzstandards und die Stabilität der Technik müssen geklärt werden. China agiert jedoch inzwischen als Vorreiter und setzt damit ein Zeichen für eine zukünftige, grüne Infrastruktur der digitalen Welt.

Die Welt nach dem Kapital: Strategien für das Zeitalter knapper Aufmerksamkeit | Disruption und Zukunft des Kapitalismus im Zeitalter Künstlicher Intelligenz
Die Welt nach dem Kapital: Strategien für das…
Amazon Prime
24,00 EUR
Bei Amazon kaufen
Das ChatGPT Powerhandbuch - Entfesseln Sie das volle Potenzial der KI-Technologie - Künstliche Intelligenz in der Praxis: Prompting, Plugins, Custom ... Sie das volle Potenzial der KI-Technologie
Das ChatGPT Powerhandbuch – Entfesseln Sie das…
Amazon Prime
29,90 EUR
Bei Amazon kaufen
Das ChatGPT Handbuch für Einsteiger: Automatisiere Aufgaben und steigere deine Produktivität mit KI – schnell und einfach
Das ChatGPT Handbuch für Einsteiger:…
Amazon Prime
16,04 EUR
Bei Amazon kaufen

Quellen

  • Scientific American – China Is Putting Data Centers in the Ocean to Keep Them Cool
  • TechRepublic – China’s Submerged AI Data Center Could “Influence Global Sustainable Computing”
  • DataCenterDynamics – South Korea’s KIOST entwickelt Unterwasser-Datenzentrum
  • DataCenterDynamics – Japanisches Konsortium plant schwimmendes Datenzentrum bei Yokohama
  • Capacity Media – Japan plant offshore schwimmendes Rechenzentrum

Über den Autor

Avatar-Foto

Sebastian Schiebort

Administrator

Alle Beiträge anzeigen

Letzte Aktualisierung am 5.02.2026 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API. Alle hier angezeigten Preise und Verfügbarkeiten gelten zum angegebenen Zeitpunkt der Einbindung und können sich jederzeit ändern. Der Preis und die Verfügbarkeit, die zum Kaufzeitpunkt auf Amazon.de angezeigt werden, sind maßgeblich. Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen.

Keine ähnlichen Artikel gefunden.

  • Künstliche Intelligenz
  • Tech
  • Wissenschaft

Post navigation

Previous: Kali Linux jetzt in Apple-Containern auf macOS ausführbar
Next: OpenAI testet offenbar günstigen ChatGPT-Go-Tarif

Andere Beiträge des Autors

Commodore 128: CES-Premiere 1985, Technik und Vermächtnis Commodore 128 CES-Premiere 1985, Technik und Vermächtnis

Commodore 128: CES-Premiere 1985, Technik und Vermächtnis

06.01.2026, 03:40 Uhr 0
GlassWorm Malware: neue Mac-Welle mit Krypto-Trojanern GlassWorm Malware neue Mac-Welle mit Krypto-Trojanern

GlassWorm Malware: neue Mac-Welle mit Krypto-Trojanern

04.01.2026, 19:51 Uhr 0
Nano Banana 2 Flash: Googles schnellste Bild-KI 2026 Nano Banana 2 Flash Googles schnellste Bild-KI 2026

Nano Banana 2 Flash: Googles schnellste Bild-KI 2026

02.01.2026, 18:14 Uhr 0
ChatGPT-Hardware: OpenAI setzt auf Stimme & Emotion ChatGPT-Hardware OpenAI setzt auf Stimme Emotion

ChatGPT-Hardware: OpenAI setzt auf Stimme & Emotion

01.01.2026, 18:22 Uhr 0

Ähnliche Themen

Nano Banana 2 Flash Googles schnellste Bild-KI 2026
5 minutes read
  • Künstliche Intelligenz

Nano Banana 2 Flash: Googles schnellste Bild-KI 2026

02.01.2026, 18:14 Uhr 0
ChatGPT-Hardware OpenAI setzt auf Stimme Emotion
6 minutes read
  • Künstliche Intelligenz

ChatGPT-Hardware: OpenAI setzt auf Stimme & Emotion

01.01.2026, 18:22 Uhr 0
KI-Gigafactory München 1 Mrd. Euro & GPU-Vergleich
6 minutes read
  • Künstliche Intelligenz

KI-Gigafactory München: 1 Mrd. Euro für AI-Cloud

04.11.2025, 19:26 Uhr 0
Google bestätigt Ads in der AI-Suche – aber anders
5 minutes read
  • Künstliche Intelligenz

Google bestätigt: Ads in der AI-Suche – aber anders

02.11.2025, 02:12 Uhr 0
Über eine Million Nutzer pro Woche OpenAI offenbart Suizid-Gefährdung bei ChatGPT-Chats
4 minutes read
  • Künstliche Intelligenz

Über eine Million Nutzer pro Woche: OpenAI offenbart Suizid-Gefährdung bei ChatGPT-Chats

28.10.2025, 19:25 Uhr 0
Digitalfunk der Bundeswehr nicht gefechtstauglich
4 minutes read
  • Tech

Digitalfunk der Bundeswehr nicht gefechtstauglich

26.10.2025, 11:03 Uhr 0

Trends

Bald kein Prime-Sharing mehr – droht das auch in Deutschland? amazon_prime_stop 1

Bald kein Prime-Sharing mehr – droht das auch in Deutschland?

09.09.2025, 09:01 Uhr 0
Gaming Notebook mit Nvidia RTX 5090 – Razer Blade 18 Razer_RTX5090_Notebook 2

Gaming Notebook mit Nvidia RTX 5090 – Razer Blade 18

30.08.2025, 19:07 Uhr 0
Dying Light: The Beast uncut in Deutschland: So geht’s Dying Light The Beast 3

Dying Light: The Beast uncut in Deutschland: So geht’s

19.09.2025, 10:49 Uhr 0
Dying Light: The Beast – Neuer Trailer zeigt Mortal-Kombat-Brutalität Dying Light The Beast 4

Dying Light: The Beast – Neuer Trailer zeigt Mortal-Kombat-Brutalität

05.08.2025, 18:44 Uhr 0

Neueste Beiträge

  • Commodore 128: CES-Premiere 1985, Technik und Vermächtnis
  • GlassWorm Malware: neue Mac-Welle mit Krypto-Trojanern
  • Nano Banana 2 Flash: Googles schnellste Bild-KI 2026
  • ChatGPT-Hardware: OpenAI setzt auf Stimme & Emotion
  • Fractal Design Scape Headset Review: Mein Fazit

Neueste Kommentare

Es sind keine Kommentare vorhanden.

Archiv

  • Januar 2026
  • November 2025
  • Oktober 2025
  • September 2025
  • August 2025
  • Juli 2025

Könnte dich auch interessieren

Commodore 128 CES-Premiere 1985, Technik und Vermächtnis
6 minutes read
  • Retrogaming

Commodore 128: CES-Premiere 1985, Technik und Vermächtnis

06.01.2026, 03:40 Uhr 0
GlassWorm Malware neue Mac-Welle mit Krypto-Trojanern
6 minutes read
  • Developers
  • Cybersecurity

GlassWorm Malware: neue Mac-Welle mit Krypto-Trojanern

04.01.2026, 19:51 Uhr 0
Nano Banana 2 Flash Googles schnellste Bild-KI 2026
5 minutes read
  • Künstliche Intelligenz

Nano Banana 2 Flash: Googles schnellste Bild-KI 2026

02.01.2026, 18:14 Uhr 0
ChatGPT-Hardware OpenAI setzt auf Stimme Emotion
6 minutes read
  • Künstliche Intelligenz

ChatGPT-Hardware: OpenAI setzt auf Stimme & Emotion

01.01.2026, 18:22 Uhr 0
Cookie-Einstellungen ändern
  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
  • Über uns
  • Redaktionelle Richtlinien
  • Kontakt
  • Facebook
  • x.com
  • WhatsApp
  • Flipboard
  • RSS Feed
Alle Rechte vorbehalten. Copyright © thor.news